Zehn Tipps, wie Sie Ihr Projekt beim Start zuverlässig ruinieren

Im Ergebnis: Schrott.

Im Ergebnis: Schrott.

Falls Sie Ihr Projekt nicht leiden können, oder Ihren Projektauftraggeber, haben wir hier zehn todsichere Tipps, wie Sie Ihr Projekt bereits beim Projektstart ruinieren können. Je mehr Sie davon anwenden, desto besser.

  1. Geben Sie dem Projektteam keine Zeit, die Ausgangslage zu verstehen. Alles was zählt, sind Lösungen.
  2. Halten Sie Ziele auf keinen Fall schriftlich fest. Die sind eh klar.
  3. Kümmern Sie sich nicht um Risiken.
  4. Verzichten Sie darauf, eine Übersicht aller anfallenden Tätigkeiten zu erstellen. Das macht man im Kopf.
  5. Lassen Sie die Meilensteintermine von Ihrem Projektauftraggeber mittels Würfel festlegen.
  6. Definieren Sie auf keinen Fall, wer zu Ihrem Projektteam gehört.
  7. Regelmäßige Abstimmungstermine ersetzen Sie durch unvorbereitete Ad-hoc-Besprechungen.
  8. Präsentieren Sie immer mit PC und Beamer. Verzichten Sie auf jeden Fall auf Flipchart, Pinnwand & Co.
  9. Halten Sie Besprechungen so kurz, dass auf keinen Fall Diskussionen entstehen.
  10. Fragen Sie nie, geben Sie immer nur Antworten.

Entstanden sind diese Tipps übrigens in über 15 Jahren Beobachtung.

Viel Freude!

Mit den besten Grüßen
Holger Zimmermann
Projektmensch.


Foto: Hazel Bregazzi, stock.xchng

 

3 Gedanken zu “Zehn Tipps, wie Sie Ihr Projekt beim Start zuverlässig ruinieren

  1. Noch zwei weitere supertolle Tipps für den weiteren Verlauf des Projekts (in weniger als 15 Jahren entstanden 🙂 ):
    * Halten Sie den Fortschritt nicht schriftlich fest. Nach einer Woche ist das Dokument eh veraltet und sowas kann man sich auch merken.
    * Tauschen Sie regelmäßig wichtige Mitglieder des Projektteam aus (natürlich nur sofern Sie Regel Nr. 6 ignoriert haben). Es soll Ihren Mitarbeitern nie langweilig werden und sie sollen regelmäßig neue Erfahrungen sammeln.

  2. Ergänzend hätte ich noch den Vorschlag, sich auf keinen Fall zu einem Startworkshop zusammen zu finden.
    Das ist Zeitverschwendung und schließlich brauchen Projekte schnelle Ergebnisse. Teambildung und Zielverständnis sind total überschätzt.

  3. Eine gelungene Sammlung, der ich nur zustimmen kann.
    Wo Yin ist, ist dort aber auch Yang:

    Es gibt nämlich auch Projektmanager, die alles bis in den letzten Punkt „planen“ und versuchen dabei eine allodynamische Projektorganisation zu gestalten. Wehe, wenn ein Projektmitarbeiter dann nicht nach deren Plan tanzt, dann wird´s eskaliert, was das Zeug hält. Hat der Projektmanager eine starke Rückendeckung vom Linienmanagement, dann darf der „Querdenker“ schauen, wo er sich einen neuen Job findet.

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