Wow – Buchentdeckungen 2010 (2)

Bücher sind Lebenselixier.

Bücher sind Lebenselixier.

In Teil I unserer Buchentdeckungen 2010 haben wir “RESET” von Richard Florida, “Tribes” von Seth Godin,  “Free” von Chris Anderson und “Meconomy” von Markus Albers vorgestellt. Hier nun Teil II unserer Buchentdeckungen 2010:

Wir nennen es Arbeit, Holm Friebe und Sascha Lobo / Kopf schlägt Kapital, Günter Faltin / Ich bin dann mal offline, Christoph Koch / Was würde Google tun?, Jeff Jarvis

Wir nennen es Arbeit, Holm Friebe und Sascha Lobo

Wir nennen es Arbeit (www.amazon.de)

Wir nennen es Arbeit

Wie sehr sich die Arbeitswelt verändert, ist in manchem Unternehmen nur ansatzweise spürbar. Das Internet hat nicht nur eine Revolution auf der Absatz- und Informationsseite ausgelöst, es verändert ebenso die Möglichkeiten vieler Menschen in Bezug auf ihren Arbeitsplatz. Entsprechend geht es in “Wir nennen es Arbeit” auch um Anstellungsverhältnisse “jenseits der Festanstellung”. Menschen müssen nicht selbstständig sein, sie wollen es. Es winkt ein Leben, das Freiräume bietet und – so meine Sicht – nicht unbedingt risikoreicher sein muss. Eine Tatsache, die nicht jedermann gleich betrachtet.

Friebe und Lobo beschreiben eine schöne neue Welt der Selbstbestimmung und prägen damit verbunden den Begriff der “digitalen Bohème”. Die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen, ebenso wie die Grenzen zwischen Wohn- und Arbeitsort. Wie wir aus eigener Erfahrung wissen, charakterisieren die Autoren damit eine Realität, die es an vielen Stellen bereits gibt: eine spannende Realität.

Wir nennen es Arbeit: Die digitale Boheme oder: Intelligentes Leben jenseits der Festanstellung
Holm Friebe, Sascha Lobo
Heyne 2008
8,95 Euro

Kopf schlägt Kapital, Günter Faltin

Kopf schlägt Kapital. (www.amazon.de)

Kopf schlägt Kapital.

Kennen Sie die Teekampagne? Mit dieser Aktion hat Prof. Günter Faltin seine eigene Theorie bestätigt und in die Tat umgesetzt was die Botschaft seines Buchs ist: “Kopf schlägt Kapital” hat Substanz. Faltin liefert damit fast schon eine Bedienungsanleitung für neue Geschäftsmodelle. Neue Medien spielen dabei eine wesentliche Rolle, aber nicht nur. Mit dem von außen scheinbar langweiligen Produkt “Tee” hat der Entrepreneur  das Geschäftsmodell einer Branche auf den Kopf gestellt.

Für Faltin beginnt alles mit einer guten Idee. Dann wird einfachst aus bestehenden Komponenten gegründet, denn fast alle Bausteine einer Lieferkette können heutzutage zugekauft oder gemietet werden. Gleichzeitig reduziert dieses Modell den Investitionsaufwand und damit das Risiko. Mit diesem “Konzept plus Komponenten” könne man selbst gegen die “Großen der ökonomischen Welt antreten”. Weitere Gründungen unter seiner Anleitung geben ihm Recht.

Kopf schlägt Kapital: Die ganz andere Art, ein Unternehmen zu gründen
Günter Faltin
Hanser 2010
19,90 Euro

Ich bin dann mal offline, Christoph Koch

Ich bin dann mal offline (www.amazon.de)

Ich bin dann mal offline

Wer heute noch offline ist, gilt schnell als Außenseiter. Christoph Koch hat sich bewusst dafür entschieden, offline zu sein. Kein Internet, kein Mobiltelefon. Lediglich Briefpost und Festnetz sollten für mindestens einen Monat die einzigen Kontaktmöglichkeiten bleiben. In Zeiten von Google und Facebook ein hehres Unterfangen, dazu noch von einem Menschen, für den online das Normalste der Welt war.

Nach seinem Selbstversuch war so manches dann anders: so findet man Koch nun immer wieder Mal in der Stille einer Bibliothek, wie er selbst schreibt. Die Ruhe dort erinnert ihn an die Ruhe, die er während seiner Offline-Zeit auch zuhause hatte. Das Arbeitspensum war offline höher als online, so sein gefühlter Eindruck. Und Freundschaften haben sich “qualitativ” verbessert. Lesenswert mindestens für alle, die sich ein Offline-Dasein nur noch schwer vorstellen können.

Ich bin dann mal offline: Ein Selbstversuch. Leben ohne Internet und Handy
Christoph Koch
Blanvalet 2010
12,95 Euro

Dazu der Blog des Autors: www.christoph-koch.net.

Was würde Google tun?, Jeff Jarvis

Was würde Google tun? (www.amazon.de)

Was würde Google tun?

Ob die Gründer von Google diese Erfolgsgeschichte erwartet haben, die sie mit ihrem Unternehmen geschrieben haben? Unglaublich, was aus der anfänglichen Idee eine Suchmaschine mit einem besonders raffinierten Suchalgorithmus geworden ist. Zum einen ein milliardenschweres Geschäftsmodell, zum anderen eine lange Liste kostenloser Dienste für Menschen auf der ganzen Welt.

Jarvis’ Buch sollte kritisch gelesen werden, denn es ist eine Lobeshymne auf den Internet-Giganten, der unsere Daten nutzt, um daraus geschäftlichen Erfolg zu machen. Allerdings zeigt Jarvis wesentliche Mechanismen der Firma, die sicherlich ein Lehrstück für Innovation und zielgerichtete Geschäftsmodelle sein kann. Verallgemeinerungen sind schwierig, Impulse und Denkansätze liefert das Buch zuhauf.

Was würde Google tun? Wie man von den Erfolgsstrategien des Internet-Giganten profitiert.
Jeff Jarvis
Heyne 2009
19,95 Euro

Ein Gedanke zu “Wow – Buchentdeckungen 2010 (2)

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