Innovations- statt Arbeitsagentur

Dieser Artikel erschien ursprünglich im Antikrisenblog.

So viele Menschen sitzen ohne Arbeit auf der Straße, haben keine sinnvolle Betätigung. Warum also nicht aus der Arbeits- eine Innovationsagentur machen? Man stelle sich mal vor, all die Menschen, die derzeit ohne Job sind, würden sich den ganzen Tag nur Gedanken machen, welche Produkte und Dienstleistungen das Leben einfacher und die Unternehmen produktiver machen. Was da an Ideen sprudeln müsste. Und wenn es dann noch gelingen würde nur einen Teil dieser Ideen in neue Unternehmen umzumünzen, oder die Ideen bestehenden Unternehmen anzubieten.

Ich meine, als Projektmensch ist es irgendwie logisch auf diesen Schluss zu kommen. Ein erfolgreiches Projekt beginnt meist mit einer guten Idee. Und Ideenentwicklung ist zu einem guten Teil solides Handwerk, das man – richtige Anleitung vorausgesetzt – auch lernen kann. Dasselbe gilt für die Weiterentwicklung einer Idee zu einem tragfähigen Geschäft. Mit einer gut überlegten, systematischen Vorgehensweise kann man viel bewirken. Das habe ich – noch als Student – im internationalen Produktmarketing eines größeren Konzerns der IT-Branche gelernt.

Klar: nicht aus jeder Idee wird ein gut laufendes Produkt. Macht nichts. Wenn nur eine von hundert Ideen zu einer neuen Leistung führt, die Nutzen stiftet und deshalb nachgefragt wird, hätte man schon mindestens eine Person weniger am Tropf des Staates. Und wenn dann noch jede zehnte einen Arbeitsplatz schaffen würde … gar nicht auszudenken. Ganz abgesehen davon, dass es dem ein oder anderen Arbeitssuchenden jede Menge Spaß machen könnte, etwas Sinnvolles auf die Beine zu stellen anstatt zuhause zu sitzen und zu warten. Schließlich wollen viele arbeiten. Warum dann nicht auf unser aller Kosten Neues entwickeln was uns allen dann später wieder Arbeit bringt? Man muss bedenken, dass das im ersten Schritt ohne großen Mehraufwand machbar wäre.

Nur so eine Idee. Aber wie gesagt: erfolgreiche Projekte beginnen meist mit einem guten Gedanken.

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