Die Macht des Konkreten

Dieser Artikel erschien ursprünglich im Antikrisenblog.

Wie reagieren Menschen eigentlich in Krisenzeiten? Eines merke ich immer wieder, es gibt da soetwas wie die „Macht des Konkreten“. Es gibt sie, diese Aufgaben, die einem von außen herangetragen werden und auf die man sich mit Feuereifer stürzt. Der Bank einen neuen Bericht schicken etwa oder den nächsten Aufsichtsratstermin vorbereiten. Klar umrissen sind sie, diese Aufgaben. Und sie haben meist eines gemein: sie bringen einen nicht wirklich nach vorne. Im Gegenteil: diese Aufgaben halten einen davon ab, Schritte nach vorne zu machen.

Wie aber schafft man es aus dieser Falle heraus? Wenn die Bank einen neuen Bericht will und der Aufsichtsrat fordert …

Schaut man sich die Menschen an, die es schaffen, Aktionen nach vorne zu starten, dann haben auch die eines gemein: sie interessieren sich nicht so sehr, was andere von ihnen wollen, was „man“ eigentlich jetzt tun müsste und was alle anderen tun. Sie setzen sich hin, versuchen die eigene Situation so ehrlich wie möglich zu erfassen, suchen Ansatzpunkte zum Beispiel für neues Geschäft, überlegen sich, wie sie die Mannschaft auf eine gemeinsame Linie bringen können. Sie nehmen sich die Zeit dafür. Als allererstes. Für diese Menschen ist es die wichtigste Aufgabe überhaupt dafür zu sorgen, dass es ein Morgen gibt. Das Interessante daran: der Bericht für die Bank und den Aufsichtsrat sind dann meist gleich mit erledigt.

„Das ist schon das ganze Geheimnis?“ wurde ich da schon gefragt. „Scheint so!“ habe ich bisher immer geantwortet.

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